Verkehrliche Umgestaltung der Ehrenstraße

Am 10. Juni 2021 hat die Bezirksvertretung Innenstadt einen Beschluss zu den Zielen einer verkehrlichen Umgestaltung der Ehrenstraße gefasst.

Die Bezirkspolitiker*innen ergänzen und konkretisieren darin ihren Richtungsbeschluss vom 21. Januar 2021. Nach umfassender Prüfung und Empfehlung der Verwaltung zu einem neuen Verkehrsführungskonzept sollen Ehrenstraße und Breite Straße zur Fußgängerzone werden.

Das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung der Stadt Köln möchte Sie weiter einladen, am Planungsprozess teilzuhaben. Hier informieren wir Sie über die wichtigsten Ziele, Planungsschritte und Beteiligungsmöglichkeiten.

Welche Ziele wurden beschlossen?

Der Beschluss der Bezirksvertretung Innenstadt vom 10. Juni 2021 lautet:

  1. Die Planung und die vorgezogene Umsetzung von autofreien Bereichen auf der Ehrenstraße und Breite Straße wird zunächst im Rahmen eines Pilotversuchs ohne bauliche Anpassungen als Fußgängerzone mit Zusatzschild „Radfahrer frei“ sowie begleitender Maßnahmen umgesetzt.
  2. Die Umsetzung der langfristig zu verändernden Verkehrsführung und Verkehrsverlagerungen, auf Grundlage des Verkehrskonzepts, zur städtebaulichen Aufwertung des Apostelnquartiers wird beauftragt.

Die vollständige Beschlussvorlage der Verwaltung nebst Beschlussprotokoll finden Sie hier.

Den vollständigen Beschluss vom 21. Januar 2021 finden Sie hier.

Wie läuft der Planungsprozess ab?

Die sogenannte Vorplanung läuft bis zum Ende des Sommers 2021 in drei Stufen

Schritt 1:

Das Planungsteam hat zunächst auf Grundlage des politischen Beschlusses vom Januar 2021 die Auswirkungen der vorgeschlagenen verkehrlichen Veränderungen auf die Erschließung und die Verkehrsmengen im Quartier ermittelt. Diese Erkenntnisse wurden Anfang März in einem Fachgespräch mit der Bezirksvertretung erörtert und waren fachliche Grundlage für das Verkehrsführungskonzept, das am 10. Juni 2021 beschlossen wurde. In der Zeit vom 10. Mai bis 6. Juni 2021 wurden alle Bürger*innen hier auf dem Beteiligungsportal angehört.

Die wichtigsten Eckpunkte, Optionen und die möglichen Stufen der Veränderung im Apostelnquartier haben wir für Sie nachfolgend dokumentiert. Die Beiträge der Kölner Bürger*innen zu den verkehrlichen Veränderungen können Sie hier vollständig nachlesen

Die wichtigsten Eckpunkte, Optionen und die möglichen Stufen der Veränderung im Apostelnquartier haben wir für Sie zusammengestellt:


Schritt 2:
Mit dem Beschluss vom 10. Juni 2021 hat die Straßenplanung für den ausgewählten Bereich Ehrenstraße, Willy-Millowitsch-Platz begonnen. Dazu gibt es zunächst eine Befragung der dort betroffenen Anwohner*innen und Unternehmer*innen. Die Planer*innen möchten im Rahmen ihrer Grundlagenermittlung einen Eindruck gewinnen, wie sich beispielsweise die Anliefer*innensituation der Geschäfte darstellt, Wünsche und Anregungen aufnehmen, aber auch die zu lösenden Herausforderungen ermitteln. Die Befragung der Anwohner*innen und Unternehmer*innen läuft bis einschließlich Sonntag, den 25. Juli 2021. Die Ergebnisse fließen direkt in das sogenannte Projektprogramm für die Vorplanung ein.

Schritt 3:
Nach Abstimmung der vielfältigen Anforderungen an die Ehrenstraße und den Willy-Millowitsch-Platz werden auf der Grundlage des Projektprogramms Entwürfe für die Umgestaltung der Ehrenstraße erarbeitet. Skizzen, Pläne und Visualisierungen können dann diskutiert werden. Die Bezirksvertretung Innenstadt wird nach dem Sommer über das Ergebnis der erarbeiteten Vorplanung beraten und einen Beschluss fassen.

Welche Möglichkeiten der Beteiligung gibt es?

Informationen zum laufenden Stand des Planungsprozesses bekommen Sie immer hier im Beteiligungsportal.

Erste Anregungen zur verkehrlichen Veränderung im Apostelnquartier konnten alle Kölner Bürger bereits vom 10. Mai bis 6. Juni 2021 hier geben:

Online-Dialog zur verkehrlichen Umgestaltung der Ehrenstraße

Eine Auswertung aller eingegangener Ideen und Beiträge des Online-Dialogs haben wir hier für Sie zusammengefasst:

Im zweiten Planungsschritt haben die Anwohner*innen und Unternehmer*innen in der Ehrenstraße nun im Juni einen gesonderten Fragebogen erhalten. Die Befragung der Anwohner*innen und Unternehmer*innen läuft bis einschließlich Sonntag, den 25. Juli. 2021.

Eine Auswertung der Ergebnisse der Grundlagenermittlung werden wir Ihnen hier zusammenfassen, sobald die Beteiligung abgeschlossen wurde.

Wir möchten für die verkehrliche Umgestaltung der Ehrenstraße alle Voraussetzungen für einen offenen und transparenten Planungsprozess schaffen. Die jetzt durchgeführte Vorplanung erarbeitet zunächst die Grundlagen, grundsätzliche Lösungen und wird in der darauffolgenden Entwurfsplanung noch einmal vertieft. Im gesamten Planungsprozess werden Anrainer*innen und die Öffentlichkeit teilhaben können. Wir halten Sie hier im Beteiligungsportal auf dem Laufenden.

Wer ist verantwortlich für die Planung?

Das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung hat bereits im vergangenen Jahr die notwendigen Vorbereitungen getroffen und die erforderlichen Planungsleistungen vergeben. Das Planungsteam hat im Januar seine Arbeit offiziell aufgenommen. Scape Landschaftsarchitekten aus Düsseldorf übernimmt die Planungsaufgabe zur Gestaltung der Verkehrsräume. Mit der Projektkommunikation wurde das Kölner Büro Jung Stadtkonzepte betraut. Die Projektleitung liegt bei der Abteilung Straßenplanung im Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung. Die Verkehrsuntersuchung übernimmt die Abteilung Verkehrsplanung. Für die Belange des Masterplans Innenstadt ist das Stadtplanungsamt eingebunden.

Was ist der Hintergrund der Planung?

Durch die verkehrliche Umgestaltung der Ehrenstraße und der angrenzenden Bereiche greift die Bezirksvertretung die Ziele des Masterplans Innenstadt auf. Dieser sieht eine Verkehrsberuhigung wichtiger Straßen im Apostelnviertel vor. Hinzu kommt der deutliche Trend, dass der Radverkehr in Köln stetig zunimmt und Lösungen für einen sicheren Radverkehr gefunden werden müssen. Für die Ehrenstraße selbst soll mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum und mehr Platz für Fußgänger*innen vor den Geschäften erreicht werden. Wie eine Neuaufteilung des Straßenraums für die Zukunft aussehen kann und welche Chancen genutzt werden können soll der gemeinsame Planungs- und Beteiligungsprozess ergeben. Die Bezirksvertretung Innenstadt hat das Ziel einer "Wohlfühlstraße" formuliert. Das interdisziplinäre Planungsteam aus Verwaltung und externen Büros sieht sich als Berater im Prozess, um dieses Ziel gemeinsam zu erreichen.

Ansprechperson: 

Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung - Straßenplanung
Stadthaus Deutz - Westgebäude
Willy-Brandt-Platz 2, 50679 Köln

Schreiben Sie uns gerne!

Aktueller Stand: 
In Planung
Thema / Handlungsfeld: 
Beteiligung abgeschlossen
Art der Beteiligung: 
Anhörung / Beratung